Was ein Wissensspiegel enthält
Ein Wissensspiegel ist kein Gesprächsprotokoll. Er ordnet das Erzählte zu einzelnen, prüfbaren Aussagen — Regeln, Abläufe, Ausnahmen, Warnungen, Beziehungen — und verbindet jede davon mit dem Wortlaut, aus dem sie stammt. Daraus entstehen unter anderem Know-how-Karten und dokumentierte Prozesskarten sowie eine maschinenlesbare Wissensdatei für Ihre internen Systeme.
Wie er entsteht
- Interview — Wissen erschließen: KI-geführt, im Gespräch, mit Nachfragen dort, wo es relevant wird.
- Wissensspiegel — Wissen strukturieren: aus Erzähltem werden geordnete Aussagen.
- Validierung — der Mensch gibt frei: Nichts steht im Wissensspiegel, was die Person nicht geprüft hat.
- Triangulation — weitere Perspektiven: Andere Wissensträger bestätigen, ergänzen oder korrigieren.
- Fortschreibung — Wissen bleibt aktuell: Folgeinterviews schreiben denselben Wissensspiegel fort.
Vier Zustände, die den Wert einer Aussage bestimmen
- Erfasst: Eine Person hat eine Aussage gemacht.
- Validiert: Der Wissensträger hat sie geprüft und freigegeben.
- Trianguliert: Weitere Perspektiven bestätigen, ergänzen oder korrigieren sie.
- Aktuell: Sie wurde in einem festgelegten Zeitraum erneut überprüft.
Jeder Wissensspiegel erreicht mindestens die Stufe „validiert". Wie weit Sie darüber hinausgehen, entscheiden Sie — je nachdem, wie kritisch das Wissen für Ihr Unternehmen ist.
Warum er mit der Zeit wertvoller wird
Ein Interview dokumentiert Wissen. Mehrere Interviews machen Wissen belastbarer. Wiederholte Interviews machen Wissen aktuell. Der Wissensspiegel wird dabei nicht jedes Mal neu erzeugt, sondern fortgeschrieben: Was hat sich verändert, was ist neu, was gilt noch? So wird aus einer Momentaufnahme eine Wissenshistorie.
Wem der Wissensspiegel gehört
Ihnen. Sie erhalten die Ergebnisse als lesbare Dokumente und als strukturierte Datei — bereit für ein internes Wissenssystem oder einen firmeneigenen KI-Assistenten. Ihre Daten, Ihre Hoheit.
Das Ausbausystem: Entdecken. Vertiefen. Verbinden. Steuern.
Sie beginnen mit einer Person. Jeder Schritt führt näher an den echten Fall — und nach jedem entscheiden Sie, ob es weitergeht.
Drei Gespräche mit einer Person machen sichtbar, was nur in ihrem Kopf steckt. Das ist der Einstieg.
Weitere Gespräche dort, wo noch Lücken sind. Sie entscheiden, welche Themen das sind.
Weitere Personen zum selben Thema zeigen, was übereinstimmt und was nicht. Aus Einzelsicht wird ein abgeglichenes Bild.
Mit jedem weiteren Wissensspiegel soll der Überblick wachsen: Wo hängt Wissen an einer einzigen Person, wo ist es veraltet, wo widersprechen sich Sichtweisen? Heute liefern wir den einzelnen Wissensspiegel. Der Überblick über die Organisation ist unser Ausblick.
Qualität und Skalierung: Tiefe, Breite, Zeit
Ihr Wissensspiegel wächst in drei Richtungen — Tiefe, Breite und Zeit. In allen dreien steigt nicht die Datenmenge, sondern die Verlässlichkeit: Jede Aussage bleibt belegt, freigegeben und wird fortgeschrieben. So wächst aus dem ersten Wissensspiegel Wissenskapital.
Aus einem Spiegel wird ein wachsender Bestand.
Die Ersterfassung ist der aufwendigste Schritt. Vertiefung (Tiefe), weitere Personen (Breite) und Fortschreibung (Zeit) bauen darauf auf — der Spiegel wird nicht neu erzeugt, sondern fortgeschrieben: V1 2026, V2 2027, V3 2028.
Wissen ist Gold. Wir sichern es.
Schreiben Sie uns, um wen es geht — Ihre Nachricht landet direkt bei Marc Bergmann und Simon Didszuweit. Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags.