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Erfahrungswissen sichern: vom Bauchgefühl zur übergebbaren Regel

Wer lange genug in seinem Beruf arbeitet, weiß mehr, als er sagen kann. Genau dieses Wissen macht den Unterschied — und genau dieses Wissen steht in keinem Handbuch.

Ergebnis in 14 Tagen

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Was Erfahrungswissen von Faktenwissen unterscheidet

Faktenwissen lässt sich nachschlagen: Preise, Toleranzen, Zuständigkeiten. Erfahrungswissen zeigt sich erst in der Situation — als Gespür dafür, wann eine Regel gilt und wann nicht. Fachleute nennen es implizites Wissen: Die Person wendet es an, ohne es sich bewusst zu machen. Auf die Frage „Wie entscheiden Sie das?" lautet die ehrliche erste Antwort oft: „Das habe ich im Gefühl."

Warum Fragebögen und Übergabelisten nicht reichen

Ein Fragebogen kann nur abfragen, was der Fragende schon kennt. Rückfragen sind nicht vorgesehen, und an der interessantesten Stelle — der Ausnahme, dem Sonderfall — endet das Formularfeld. Übergabelisten wiederum halten fest, was zu tun ist, selten warum. Ohne das Warum kann die Nachfolge die Regel befolgen, aber nicht anpassen, wenn sich die Lage ändert.

Wie aus Bauchgefühl eine Regel wird

Ein Beispiel aus unserem anonymisierten Demo-Szenario: Ein Vertriebsleiter sagt beiläufig, Stammkunden bekämen bei ihm „mehr Rabatt — nach Bauchgefühl". Die Nachfrage, ab wann ein Kunde Stammkunde ist, fördert eine klare Drei-Stufen-Logik zutage. Die Frage nach dem Kunden, bei dem er das gelernt hat, liefert die Geschichte dahinter. Und der Hinweis auf einen scheinbaren Widerspruch markiert die Grenze der Regel. Aus einem Gefühl ist eine Regel mit Begründung und Ausnahme geworden — übergebbar an die Nachfolge.

Was ein gutes Interview leistet

Neu erfunden ist dieses Vorgehen nicht. Es folgt der Forschung zur Wissenserhebung (Knowledge Elicitation): Die Critical Incident Technique (Flanagan 1954) und die Critical Decision Method (Klein, Calderwood & MacGregor 1989) erschließen implizites Wissen über erlebte Schlüsselsituationen und gezielte Nachfragen — genau dort, wo direkte Fragen ins Leere laufen.

Der Ablauf ist immer derselbe: drei KI-geführte Gespräche von jeweils rund 90 Minuten, verteilt über etwa zwei Wochen. Die Wissensträgerin oder der Wissensträger spricht — tippen ist nicht nötig. Vor der Freigabe spiegelt das System jede Interpretation zurück; die Person korrigiert, was nicht stimmt, und gibt frei. Am Ende steht der Wissensspiegel: strukturiert, bis zur einzelnen Aussage nachvollziehbar und ausschließlich mit freigegebenen Inhalten.

Was es kostet

Die Ersterfassung kostet ab 800 € netto pro Wissensträger*in; das Ergebnis liegt erfahrungsgemäß 14 Tage nach dem Onboarding vor.

Wissen ist Gold. Wir sichern es.

Schreiben Sie uns, um wen es geht — Ihre Nachricht landet direkt bei Marc Bergmann und Simon Didszuweit. Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags.

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