Die Rolle
Diese Rolle verantwortet das Berichtswesen des Unternehmens — vom Monatsabschluss über die Kennzahlen-Definitionen bis zum Forecast-Abgleich mit dem Vertrieb. In einem Projektgeschäft mit langen Klärungsphasen entscheidet die Qualität der Zählregeln über die Aussagekraft jeder Zahl; entsprechend verbindet die Position methodische Strenge mit dem Gespür dafür, welche Geschichte hinter einer Abweichung steckt. Die Stelle führt das Controlling-Team, berichtet direkt an die Geschäftsführung und treibt die Überführung der gewachsenen Excel-Modelle in ein BI-Tool voran.
Ihre Aufgaben
- Verantwortung für den Monatsabschluss mit fester Prüfreihenfolge: Abgrenzungen und Bestandsveränderungen vor der Umsatzbetrachtung
- Pflege und Weiterentwicklung der Kennzahlen-Definitionen des Hauses — inklusive dokumentierter Sonderlogiken (z. B. Haus-DB2, Retrofit-Kategorie)
- Anwendung und Durchsetzung der Zählregel Auftragseingang: Aufträge zählen erst ab dokumentierter technischer Klärung, Rahmenverträge anteilig
- Monatlicher Forecast-Abgleich mit der Vertriebsleitung: gemeldete gegen geklärte Aufträge
- Steuerung des Abschluss-Kalenders mit festen Zulieferterminen je Bereich und früher Eskalation bei Verzug
- Koordination der externen Schnittstellen: Steuerbüro (Lohnbuchhaltung, Abgrenzungen), Hausbank, Wirtschaftsprüfer
- Führung des Teams inklusive Vier-Augen-Abschluss: kein Bericht verlässt das Haus ungegengelesen
- Überführung der Berichtslogik aus Excel-Modellen in das geplante BI-Tool — Definitionen zuerst
Was Sie mitbringen
- Mehrjährige Controlling-Erfahrung im produzierenden Mittelstand — idealerweise im Projektgeschäft mit Einzelfertigung
- Nachgewiesene Kompetenz in Kennzahlen-Definition, Abgrenzungslogik und Monatsabschluss
- Souveränität gegenüber dem Vertrieb: Zählregeln freundlich erklären und konsequent halten
- Sicherer Umgang mit ERP und Excel-Modellen; Erfahrung mit BI-Werkzeugen von Vorteil
- Präzise, dokumentationsstarke Arbeitsweise — Definitionen ändern Sie nie still
- Führungserfahrung mit Qualitätsroutinen wie Vier-Augen-Prinzip und Prüfkalendern
Persönliche Arbeitsweise & Haltung (aus dem Interview belegt — Verhalten, nicht Etiketten)
- Eine Zahl ohne Fußnote ist eine Behauptung — jede Kennzahl trägt Herkunft und Grenzen
- Lieber eine unbequeme Zahl früh als eine Korrektur spät — niemand plant mit schönen Zahlen, die keine sind
- Auffällig schöne Zahlen werden zuerst misstrauisch geprüft — meist stimmt die Abgrenzung nicht
- Der zweite Blick gehört zum Abschluss: Gegenlesen ist fester Schritt, kein Nice-to-have
- Abweichungen werden erklärt, nicht nur ausgewiesen — die Geschichte gehört zur Zahl
Methoden & Arbeitsweisen in dieser Rolle
- Zählregel Auftragseingang mit dokumentierter technischer Klärung als Kriterium; Ausnahme Rahmenverträge anteilig
- Plausibilitätscheck in fester Reihenfolge: Bestandsveränderungen vor Umsatz; Personalkosten erst nach externen Abgrenzungen (Tag 8)
- Kennzahlen-Glossar im Berichtsanhang als gepflegte Referenz — Änderungen nur dokumentiert und für alle
- Retrofit als eigene Berichtskategorie seit 2022 — Kategorien-Zuschnitt vor Auswertung
- Abschluss-Kalender mit festen Zulieferterminen und Eskalation am Tag 2
- Vier-Augen-Abschluss mit rotierendem Gegenlesen im Team
Woran sich Erfolg zeigt
- Der Bericht trägt Entscheidungen, weil Zählregeln und Definitionen konsistent gehalten werden
- Stornowellen verzerren den Auftragseingang nicht mehr, weil nur Geklärtes zählt
- Empfängerwechsel verlaufen reibungslos, weil das Glossar die Definitionen erklärt — nicht eine Person
- Die Berichtslogik wandert planmäßig aus persönlichen Excel-Modellen in dokumentierte Systeme